Zu: „Streitfall Ukraine“ von Dieter Stein, JF 44/24
Deutschland gehört zum Westen
Ein großer Dank für diesen in der Sache deutlichen und im Ton klaren Artikel, dessen Analyse in jedem einzelnen Punkt ins Schwarze trifft! Dieter Steins Ausführungen sollten Pflichtlektüre für alle diejenigen sein, die immer noch meinen, das Heil unseres Landes liege in einem imaginären „Mitteleuropa“ oder gar im Osten. Er gehört zu den wenigen, die noch zu einer realistischen Lageanalyse fähig sind. Deutschland gehört zum Westen und seine politischen wie auch wirtschaftlichen Interessen verlangen auf absehbare Zukunft seine Verankerung im europäisch-atlantischen Sicherheits- und Verteidigungssystem. Das kann nicht oft genug betont werden.
Prof. Dr. Hans-Christof Kraus, Passau
US-Dominanz im Eurasischen Raum
Ihr Kommentar reiht sich ein in die Kriegsrhetorik der Mainstream-Medien, die glauben, Konflikte nur mit Waffengewalt lösen zu können. Warum hinterfragen Sie nicht die Rolle der USA im Ukraine-Konflikt? Der Sicherheitsberater des Weißen Hauses Brezinski hat es so formuliert. Es gehe nicht um die Ukraine, es gehe um Dominanz im Eurasischem Raum, um Bodenschätze und um die wirtschaftliche und militärische Ausschaltung Rußlands.
Max Starkmann, Kaufbeuren
Zu: „Nicht mehr tragbar“ von Laila Mirzo, JF 44/24
Hervorragende Leistungen in der Türkei
Einst hatte die „Integrationsbeauftragte“ Aydan Özoguz öffentlich verkündet, daß die Deutschen jenseits ihrer Sprache keine Kultur hätten. Ohne den Bildungsstand von Frau Özoguz zu kennen, könnte ich jetzt seitenlang die hervorragenden Leistungen deutscher Wissenschaftler benennen, was aber hier den Rahmen sprengen dürfte. Explizit sei erwähnt, daß zum Beispiel der deutsche Turkologe Wilhelm Radloff (1837–1918) als erster die türkische Sprache reformierte, umfangreiches Material über türkische Sprachen und Dialekte sammelte sowie die Erstveröffentlichung der Orchon-Inschriften und des uigurischen Fürstenspiegels verdienstvoll den Türken schenkte. Nicht nur die Archäologen Oscar Reuther, Heinrich Schliemann, E. A. Andrae, Otto Benndorf, Kurt Bittel, Helmuth Th. Bossert, Alexander Conze, Hugo Winkler und noch viele andere haben im 19. Jahrhundert Hervorragendes bei Ausgrabungen in der Türkei geleistet. Beispielhaft ist auch die mit deutschem Kapital vom Eisenbahn-Ingenieur Wilhelm Pressel errichtete Bagdad-Bahn (3.199 km lang). Dazu zählt auch die Schmalspurbahn „Hedschan“, die von Damaskus (damals türk. Osman) nach Medina für den Pilgerverkehr nach Mekka vom deutschen Ober-Ingenieur Meißner-Pascha hauptsächlich mit deutschem Steuergeld gebaut wurde (1.302 km lang).
Das sollte als kleine Auswahl genügen, um Frau Özoguz auch an die brutalen grausamen Überfälle und Eroberungen der Sassaniden, Seldschuken und Osmanen als Vorgänger der Türken zu erinnern, die besonders vor Wien und auf dem ganzen Balkan vom 14. bis zum 18. Jahrhundert wüteten.
Norbert Gündling, Nidda
Zu: „Wie könnt ihrʼs wagen, Knechte?“ von Hinrich Rohbohm, JF 44/24
Wagenknechts Diktat
Voigt, Kretschmer und Woidke wollen Ministerpräsident werden, indem sie sich der Diktatur von Frau Wagenknecht unterwerfen. Sie ist und bleibt eine Kommunistin im eleganten Kleid und diese drei Herren fallen auf sie herein. Nein, noch schlimmer, sie verraten die Grundwerte Deutschlands und verkaufen sich für das Amt des Ministerpräsidenten. Pfui Teufel kann ich da nur sagen. Erst kommt das Land, dann die Partei und dann die Person!
Dr. Kuno Zeller, Freiburg im Breisgau
Zu: „Die Uhr tickt“ von Dieter Stein, JF 43/24
Zum Unwohle des deutschen Volkes
Immer wieder bin ich überrascht, mit welch Scharfsinn Sie die gegenwärtige politische Lage in Deutschland beobachten und bewerten – jeder Donnerstag bereitet mir größtes Vergnügen! Neben der Asylpolitik bewegen die Themen Klimapolitik und Außenpolitik die Republik, und die daraus entstandenen Probleme berühren mittlerweile einen jeden Bürger im Lande. Im Giebel des Reichstages steht noch immer das Motto „Dem Deutschen Volke“. Doch nun hat es den Anschein, als würde hier – eher zum „Unwohle des Volkes“ regiert.
Unsere so freien, ihrem Gewissen verpflichteten Volksvertreter sind zugleich Getriebene, als auch Gefesselte – einerseits den Teufelchen der Lobbyisten ausgeliefert, andererseits dem Fraktionszwang unterworfen. So werden denn die Vorgaben im Regierungskabinett ausgekungelt mit der Attitüde, nur das Beste, Allerbeste fürs Gemeinwohl zu bestimmen. Mich erinnert diese Art von Staatsführung an ein Gremium Namens „Politbüro“; diese Leute hatten einst all ihr Tun mit dem hehrem Verfahren der Demokratie gerechtfertigt und diesen Begriff und Anspruch bis zur Unkenntlichkeit vergewaltigt. Ich mag hier übertreiben, aber so wie zur Zeit regiert wird, erinnert es weniger an eine Demokratie als an eine multiple Diktatur.
Klaus Schindler, Schwaig
Zu: „ʻMehr Furchtlosigkeit wagenʼ“, im Gespräch mit Mariam Kühsel-Hussaini, JF 43/24
Herzblut fürs verkommene Vaterland
Gratulation zu diesem Interview, solch eine poetische und deutsch-nationale Unterredung hat Seltenheitswert und trifft dabei doch ins Herz jedes patriotischen und geschichtsbewußten Deutschen, der sich doch schon fast in die innere Emigration zurückgezogen hat. Dieses Interview hat Substanz und Tiefgang und deklassiert und demaskiert diesen maroden Staat bis auf den Grund seiner linken, rot-grünen faschistoiden Ideologie. Hier wird von Frau Kühsel-Hussaini mit Herzblut für unser verkommenes Vaterland und seine Geschichte eine Lanze gebrochen, wie es bislang kein anderer Schriftsteller gewagt hat. Bravo, das finde ich tapfer und hat meinen Respekt!, denn des Deutschen Tapferkeit vor Königsthron ist doch sehr begrenzt! Lieber hält es die Mehrheit mit Mitläufertum und mit Denunzianten, insbesondere in den Medien.
Volker Krause, Arnsberg
Unerschrockene Standhaftigkeit
Im Interview mit Moritz Schwarz zeigt die Schriftstellerin Mariam Kühsel-Hussaini in ihren Ausführungen eine unerschrockene Standhaftigkeit, die man nur bewundern kann. Hut ab!
Wilhelm Widenmann, Vaterstetten
Zu: „Wenn Regeln außer Kraft gesetzt werden“ von Thorsten Hinz, JF 44/24
Nicht rechenschaftspflichtig
Es war erfreulich, auch einmal deutlichere Worte in einem Beitrag, hier im Kulturaufmacher, zu lesen. So ist es zweifellos eine Schande für die Altparteien, wenn sie vollkommen überzogen „aggressiv-kämpferisch“ nicht einmal einen Alterspräsidenten im Thüringer Landtag seinen Amtspflichten nachkommen lassen und sich erst danach mit ihrer „demokratischen Gesinnung“ in den parlamentarischen Ablauf einbringen. Der abschließende Verweis des Autors auf ausbleibende Rücktritte trifft des Pudels Kern: Es ist der größte Mangel dieser Demokratie, daß seit vielen Jahren kein Politiker für irgend etwas Verantwortung übernehmen muß oder gar finanziell für sein „gemeinwohlwidriges Verhalten“ zur Rechenschaft gezogen werden kann oder wird.
Roland Weber, Mannheim
Zum Schwerpunktthema: „Denunziant als Vorbild“, JF 43/24
Unwort des Jahres: „Trusted Flagger“
„Trusted Flagger“ – ein Aspirant auf das „Unwort des Jahres“! Danke für dieses wieder einmal umfassend unterrichtende Themenheft. Die Bedrohung der Meinungsfreiheit ist wahrhaft dystopisch. Hier nur ein Ausschnitt: Man kann, vielleicht schon jetzt und meinungsfreiheitlich zugespitzt, die Alimentierung von „Meldestellen“ durch Steuergelder als „staatliche Denunziantenmast“ bezeichnen. Ist dieses System schon am Ende oder ist noch eine Steigerung möglich? Aus der Grammatik kennen wir die Steigerung vieler Adjektive vom Positiv über den Komparativ zum Superlativ. Bezogen auf das Thema kann es im Positiv heißen: „Der schlimmste Lump im ganzen Land / ist und bleibt der Denunziant.“ Im Komparativ: „Der schlimmste Lump im ganzen Land / ist der Staat als Denunziant.“ Da ist dann gar kein Superlativ mehr denkbar.
Prof. Dr. Heinz Albert Friehe, Husum
Zu: „Rückkehr des Blockwarts“ von Mathias Pellack, JF 43/24
Compliance-Communism
Neben den institutionellen Meldestellen, die das Internet überwachen, hat sich die Blockwartfunktion auch in Unternehmen etabliert, in Gestalt des „Compliance-Officers“. Unter Überschriften wie „Unsere Verhaltens- und Integritätsgrundsätze“ werden sogenannte Compliance-Richtlinien verteilt und mancherorts den Mitarbeitern zur Unterschrift vorgelegt. Außerdem enthalten diese Richtlinien die unvermeidliche Forderung nach Respekt und die Klarstellung, jegliche kulturelle Vielfalt im Unternehmen als Bereicherung zu betrachten. Verstöße können gravierende Konsequenzen haben, bis hin zum Arbeitsplatzverlust. Am Ende dieses „Wie-verhalte-ich-mich-richtig-Katalogs“ wird ausdrücklich ermutigt, den Compliance-Officer anonym über abtrünnige Kollegen zu informieren. In dieser Atmosphäre gegenseitiger Bespitzelung kann ein politischer Kommentar, ein zotiger Herrenwitz oder eine abfällige Bemerkung Zuträger in Bewegung setzen, die in den Kummerkasten des Compliance-Officers einen Zettel werfen, mit einem Namen drauf und abstoßenden Beschuldigungen über Sexismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie, Rassismus usw. Im Endstadium dieses betrieblichen Konformismus steht die Belegschaft vor Arbeitsbeginn im Stillgestanden beim Fahnenappell, und während das Regenbogenpanier am Mast emporflattert, ruft alles auf Befehl des Compliance-Officers: „Heil Bunt!“
Matthias Schneider, Speyer
Zu: „Überforderung Deutschlands“ von Dirk Meyer, JF 43/24
Subventionen versus Markt
Dirk Meyer führt zunächst richtig aus, daß das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) eigentlich ein Etikettenschwindel ist, denn es geht nicht um die Steigerung der Effizienz von Energie, sondern um die Deckelung des gesamten Energieverbrauchs, genauer: um die staatlich kontrollierte Energiemangelwirtschaft. Gleichzeitig wird gesagt, der technologische Fortschritt ermögliche eine energieeffizientere Produktion. Aber dazu braucht es nicht staatliche „Anreize“ (also wohl Subventionen?), das erledigt der Wettbewerb im Markt ganz alleine. Bessere Effizienz ist wünschbar, aber die Grenzen des Möglichen sind in vielen Bereichen längst erreicht. Für diese angeblich „günstige“ Klima-Planwirtschaft wünscht der Autor offenbar eine „entsprechend hohe CO2-Lenkungssteuer“, Energie soll also noch weiter kräftig verteuert werden, nur um die Klima-Psychose zu bedienen. Dabei widerspricht sich der Autor selbst, marktwirtschaftliche „Technologieoffenheit“ wird durch eine CO2-Lenkungssteuer bereits im Ansatz konterkariert. Windmühlen sind tatsächlich eine Technik des Mittelalters. Von einer wirklich modernen Technik, der Kernenergie der vierten und fünften Generation, ist im ganzen Artikel keine Rede, Energie-Knappheit würde dann wohl ein Fremdwort.
Dipl.-Ing. Peter Würdig, Bülkau
Zu: „ʻIch fürchte einen Kriegʼ“, im Gespräch mit Sir John McColl, JF 42/24
Palästinenser kein historisches Volk
In der letzten Frage von Moritz Schwarz im Interview mit Sir John McColl heißt es: „Hätte sich das alles nicht möglicherweise verhindern lassen, würde Israel nicht seit 1967 den Palästinensern Stück für Stück ihr Land rauben?“ Zunächst mal gibt es die Palästinenser historisch (und archäologisch) betrachtet gar nicht als eigenes Volk. Das Land Israel wurde erst im zweiten Jahrhundert n. Chr. von Kaiser Hadrian in Palästina umbenannt. Zudem war „Palästina“ jahrtausendelang geographisch nie genau definiert. Die Palästinenser haben nicht den geringsten Anspruch auf das Land. Israel (inklusive Gaza) gehört dem jüdischen Volk gemäß der Bibel, sogar gemäß dem Koran und gemäß Völkerrecht / Völkerbund (Uno). Achäologische Befunde bestätigen die Besiedelung der Juden in Israel (Jahrtausende) vor und nach unserer Zeitrechnung.
Die Palästinenser haben einen Staat, nämlich Jordanien, wo man ihnen aber keine vollen Bürgerrechte gewährt. Diese gewährt Israel den sogenannten Palästinensern, die im Staat (Israel) Bürger sind. Zweistaatenlösung: Naja, gemäß der Hamas-Charta werden diese Fanatiker (Hamas, Hisbollah usw.) erst Ruhe geben, wenn sie alle Juden (weltweit) ausgelöscht haben. Wer an eine Zweistaatenlösung glaubt, muß ziemlich naiv sein. Vorletzte Frage (Zitat): „Hinzu kommt die Zerstörung der Infrastruktur (...)“. Wer hat denn bitteschön die Wasserleitungen in Gaza herausgerissen und daraus Raketen gebaut, um damit Israel zu beschießen?! Dafür ist eindeutig die Hamas verantwortlich. Es gäbe noch zahlreiche andere Beispiele. Israel Landräuber zu nennen, finde ich unangemessen. Vielleicht sollte man sich mal mit der Herkunft des Namens Palästina befassen, anstatt haltlose Behauptungen von sich zu geben.
Lars Ehlers, Preetz