© JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH & Co. KG www.jungefreiheit.de 44/24 / 25. Oktober 2024

Meldungen

„Erster multireligiöser Kirchentag“ 2025

HANNOVER. Der Deutsche Evangelische Kirchentag 2025 in Hannover wird „der erste multireligiöse Kirchentag“ sein. Das sagte der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers, Ralf Meister, gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Es werde zahlreiche Brückenschläge zu anderen Glaubensgemeinschaften geben. Unter anderem solle das hannoversche „Haus der Religionen“ den Themenschwerpunkt „Leben in Vielfalt“ über religiöse Identität mitgestalten. Weiter sagte Meister, das Protestantentreffen werde außerdem „ein politischer Kirchentag“ werden. Der Landesbischof äußerte sich für einen Artikel über die laufenden Vorbereitungen für die Großveranstaltung. Der 39. Deutsche Evangelische Kirchentag findet vom 30. April bis 4. Mai 2025 in Hannover statt. Geplant sind bis zu 1.500 Einzelveranstaltungen in drei Programmbereichen: geistlich-liturgisch, gesellschaftspolitisch und kulturell. Nach Angaben aus Kirchenkreisen werden mindestens 100.000 Teilnehmer erwartet. Der erste Kirchentag fand 1949 als Evangelische Woche in Hannover statt. 2025 wird er zum fünften Mal in der niedersächsischen Landeshauptstadt zu Gast sein. Zum Kirchentag 2023 in Nürnberg waren rund 70.000 Dauerteilnehmer gekommen. (idea/JF)

 www.landeskirche-hannovers.de

 www.kirchentag.de




Deutscher Comedypreis für Torsten Sträter 

KÖLN. Der Komiker Torsten Sträter (58)ist in der Kategorie „Erfolgreichstes Live-Programm“ 2024 vergangenen Samstag mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet worden. Er verkaufte in diesem Jahr die meisten Tickets aller deutschen Live-Comedyshows. Das Cologne Comedy Festival begründete seine Entscheidung damit, daß Sträter das Publikum mit seinem Humor aus „Ruhrpott-Charme, Authentizität und Smartness“ begeistere. (JF)

 www.comedy.cologne




Frühkeltische Grabkammer an Donau entdeckt 

RIEDLINGEN. Archäologen haben in einem riesigen Grabhügel in der Donauebene bei Riedlingen eine rund 2.600 Jahre alte, vollständig erhaltene hölzerne Grabkammer aus der Zeit der Kelten entdeckt und freigelegt. Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen sprach von einer „spektakulären Entdeckung“. Der Fund stelle „ein herausragendes Zeugnis unserer reichen Denkmallandschaft“ dar, sagte Staatssekretärin Andrea Lindlohr. Die vollständig erhaltene frühkeltische Grabkammer aus massiven Eichenhölzern ist 3,40 Meter breit und 4,05 Meter lang. Sie lag im Zentrum eines Grabhügels, der einen Durchmesser von 65 Meter besitzt. Diese sogenannten Fürstengrabhügel errichteten die Kelten Südwestdeutschlands in der Zeit zwischen 620 und 450 v. Chr. für hochstehende Persönlichkeiten. Eines der Holzartefakte sei auf das Jahr 585 vor Christus datiert worden. Der Grabhügel liege etwa in gleicher Entfernung zur Heuneburg. Diese ist eine der bedeutendsten und am besten erforschten Fundstellen keltischer Zeit in Mitteleuropa. Sie gilt als die älteste frühstädtische Siedlung nördlich der Alpen. (JF)

 https://mlw.baden-wuerttemberg.de