© JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH & Co. www.jungefreiheit.de 31/18 / 27. Juli 2018

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AfD-Stiftung: Ockenfels wehrt sich gegen Kritik

BONN. Der katholische Publizist Wolfgang Ockenfels hat die Kritik an seinem Engagement bei der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung zurückgewiesen. „Wir leben in hysterischen Zeiten, in denen auch manche Katholiken durchdrehen“, sagte Ockenfels der JUNGEN FREIHEIT. Zuvor hatte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, Ockenfels’ Mitarbeit im Kuratorium der Stiftung als „skandalös“ bezeichnet. „Wie kann ein Dominikanerpater und früherer Berater der CDU sich dazu hergeben, sich im Kontext einer rechtsradikalen Partei zu engagieren?“ teilte er am Montag auf Twitter mit. Spätestens seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil seien die „Zeiten einer parteipolitischen Bevormundung von seiten kirchlicher Amtsträger vorbei“, konterte Ockenfels. Mittlerweile seien „kirchliche Laien in Ordnungsfragen die eigentlichen Fachleute, die aus eigener Verantwortung zu entscheiden haben, ob, wo und wie sie sich parteipolitisch engagieren“. Ockenfels leitet das Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg in Bonn, das sich dafür einsetzt, Prinzipien der katholischen Soziallehre größere Geltung in der Politik zu verschaffen. Im März hatte die Desiderius-Erasmus-Stiftung seine Berufung in das Kuratorium bekanntgegeben. (ls)