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Pressemitteilung: 

Berlin, den 17. September 2003 

Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach erhebt den Vorwurf der
Intrige gegen SPD-Politiker Markus Meckel: “Protest gegen das Zentrum gegen Vertreibungen im Ausland bestellt"

Hinter den Protesten aus Polen und Tschechien gegen das geplante Zentrum gegen Vertreibungen steckt der SPD-Bundestagsabgeordente Markus Meckel. Das erklärte Erika Steinbach, Vorsitzende der Zentrums-Stiftung und Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, im Interview mit der am Freitag in Berlin erscheinenden Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT. Auf Meckels Initiative hin seien “übrigens ausgesprochen engagiert" von Deutschland aus “in Richtung Polen und Tschechische Republik Ängste geschürt worden", erst daraufhin “erhob sich dort Kritik". Damit habe Meckel “dem deutsch-polnischen und dem deutsch-tschechischen Verhältnis sehr geschadet". Ohne dessen Intervention wäre “die heutige gespannte Situation wohl nie entstanden".

Steinbach, ebenso wie Meckel Abgeordnete des Deutschen Bundestages, nannte als Motivation für das Vorgehen ihres Kollegen, dieser habe erkannt, daß er sich “mit seiner Haltung gegen das Zentrum in Deutschland nicht würde durchsetzen können, also hat er andere Wege gesucht". Auch Meckels Vorschlag, das Zentrum in Breslau anzusiedeln, sei “ganz offenbar" ein Versuch, das Projekt, wenn er es schon nicht verhindern könne, so doch auf andere Art und Weise aus der Welt zu schaffen. Steinbach bekräftigte allerdings aller Widersprüche zum Trotz: “Das Zentrum gehört nach Berlin, hier ist der richtige Ort!"

V.i.S.d.P.: Thorsten Thaler, Chef vom Dienst, Hohenzollerndamm 27a, 10713 Berlin


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