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Pressemitteilung: 

Berlin, den 29. August 2003 

Peter Scholl-Latour warnt in einem Kommentar für die Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT vor einer Eskalation im Mittleren Osten: “Im Irak droht Super-Intifada"

“Die eigentliche Prüfung steht den US-Streitkräften noch bevor", warnt Peter Scholl-Latour in einem Meinungsbeitrag für die heute in Berlin erscheinende Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT mit Blick auf die Lage im Irak. Zugleich übt er heftige Kritik an Regierung und Opposition, die den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ­ und künftig möglicherweise auch auf den Irak ­ ausweiten wollen: “Der Provinzialismus der deutschen Politik, der sich an das Wunschdenken von 'humanitären Militäreinsätzen' klammert, ist leider in der Opposition fast noch stärker vertreten als in den Regierungsparteien." Tatsächlich aber, so befürchtet Scholl-Latour, drohen für den mittlerweile beschlossenen deutschen Militäreinsatz in der afghanischen Stadt Kundus “zusätzliche Verluste bei der Bundeswehr".

Im Irak werde sich die Gewalt gegen die USA künftig wohl über das bisherige Gebiet, das “sunnitische Dreieck", ausdehnen: “Die Schiiten haben sich bislang auf Weisung ihrer höchsten Geistlichen zurückgehalten ... doch schon rumort es unter ihnen, wie das jüngste Attentat auf den Ajatollah Hakim in Nadschaf andeutet. Ungeduldige Heißsporne, wie Scheich Muqtada-es-Sadr, warten auf ihre Stunde." Dann, so prophezeit Scholl-Latour, wären die USA “mit einer 'Super-Intifada' und einem Aufgebot an Selbstmord-Kandidaten konfrontiert, wie es bislang noch nicht vorhanden ist".

V.i.S.d.P.: Thorsten Thaler, Chef vom Dienst, Hohenzollerndamm 27a, 10713 Berlin


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